Gegenseitige Verständlichkeit
Die genaue Bestimmung der gegenseitigen Verständlichkeit ist jedoch auch in der Linguistik umstritten.Oft wird die gegenseitige Verständlichkeit als Kriterium zur Abgrenzung von Dialekt und Sprache genannt.
B.Die gegenseitige Verständlichkeit ist nur ein graduelles Kriterium, da es zwischen vollständiger gegenseitiger Verständlichkeit und Unverständlichkeit eine große Bandbreite von teilweiser Verständlichkeit gibt. Auch hängt sie nicht nur von persönlichem Hintergrund (z. Fremdsprachenkenntnisse oder Ferienaufenthalte) und Begabung einzelner Sprecher ab, sondern auch von der bereitschaft, einander verstehen zu wollen.
Oft ist es auch so, dass keine Gegenseitigkeit gewährleistet ist. Beispielsweise versteht ein Sprecher des WalliserDeutschen ein standardDEUTSCHEs Gespräch viel besser als umgekehrt ein Sprecher des StandardDEUTSCHEn ein walliserdeutsches.
Zitate
(Johann Wolfgang von Goethe).Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache an.
Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpfe. (Johann Wolfgang von Goethe).
). (Die ursprüngliche Quelle ist aber unklar. 1, S.Die politische Seite der Abgrenzung Dialekt – Sprache wird deutlich in einem Linguistenwitz in dem Artikel von Max Weinreich "Der yivo un di problemen fun undzer tsayt" (Das Jiddische wissenschaftliche Institut und die Probleme unserer Zeit): Eine Sprache ist ein Dialekt mit einer Armee und einer Marine (אַ שפראַך איז אַ דיאַלעקט מיט אַן אַרמײ און פֿלאָט, A shprakh iz a dialekt mit an armey un flot; in Yivo-bleter, 1945, Bd. 25, Nr. 13).
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