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Sprachgemeinschaft

Im Jahr 2006 findet der Kongress in Florenz statt. Bei aller Verschiedenheit teilen die Esperantisten eine Reihe spezifischer kultureller Traditionen und Aktivitäten.Die gleichsam in einer weltweiten Diaspora lebende Kommunikationsgemeinschaft der Esperantisten hat in den letzten Jahrzehnten Zuwächse in Bereichen Asiens und Lateinamerikas (wie China, Japan, Iran, Brasilien) und in bescheidenerem Umfang auch in einigen afrikanischen Ländern erfahren, ist jedoch noch immer vorwiegend europäisch geprägt. Viele Esperanto-Freunde treffen sich auf Kongressen, Seminaren, kulturveranstaltungen, Festen sowie in internet-Foren oder in Chaträumen. Veranstaltungsort des Esperanto-Weltkongresses, der jährlich größten Veranstaltung, war im Jahr 2005 die litauische Hauptstadt Wilna (nach Peking, 2004; Göteborg, 2003 und Fortaleza, 2002).

Ein weiteres AdressenVerzeichnis von Esperanto-Sprechern ist das Amikeca Reto (Freundschaftsnetz).Ein internationaler Gastgeberdienst namens Pasporta Servo informiert über Esperantisten, die bereit sind, andere Esperanto-Sprecher kostenlos für ein paar Tage bei sich übernachten zu lassen.

Die weltweite Dachorganisation des DEB heißt Universala Esperanto-Asocio (UEA) und hat ihren Sitz in Rotterdam.Die bei weitem größten Esperanto-Organisationen in Deutschland sind der Deutsche Esperanto-Bund (DEB) und seine Jugendorganisation DEUTSCHE Esperanto-Jugend (DEJ) mit ihren zahlreichen Orts-, Regional- und Landesverbänden. Die DEJ ist als nationaler Verband der UEA-Jugendorganisation TEJO angeschlossen.

CDs aus der esperanto-
sprachigen Musikszene

Daneben gibt es im Deutschsprachigen Raum auch kleinere Verbände wie den Freien Esperanto-Bund und den Saarländischen Esperanto-Bund. Weltweite Organisationen neben UEA und TEJO sind zum Beispiel die Sennacieca Asocio Tutmonda (SAT, etwa: Nationenunabhängiger Weltbund) oder OSIEK als gesellschaft für die Veranstaltung Internationaler Esperanto-Konferenzen.

000 menschen Esperanto flüssig und einigermaßen fehlerfrei sprechen. Hingegen nimmt der Esperantoaktivist Simon Payne an, dass nur 4. Andere nennen zahlen von bis zu mehreren Millionen. Die Schätzungen gehen weit auseinander und hängen auch davon ab, welches Sprachniveau vorausgesetzt wird.Schwierig ist es, die Anzahl der Esperanto-Sprecher anzugeben. Die Ungewissheit ergibt sich daraus, dass die Menschen, die Esperanto sprechen, über die ganze Erde verteilt leben und nur teilweise in Vereinen organisiert sind. Der Esperantist und Sprachwissenschaftler Detlev Blanke spricht von einer halben Million menschen.000 bis 20. In der Öffentlichkeitsarbeit tendieren Esperantisten dazu, eher zu hohe als zu niedrige zahlen anzugeben.

Esperanto gehört nicht zu den vom Aussterben bedrohten sprachen. Die Sprechergemeinschaft des Esperantos war und ist offenbar ausreichend groß, um die Sprache in vielfältigen Funktionen, die zahlreiche Bereiche des modernen Lebens widerspiegeln, in einer bereits viele Jahrzehnte währenden Kontinuität anzuwenden und weiterzuentwickeln.Kann keine verlässliche quantitative, so kann doch aus der Untersuchung der Sprachpraxis heraus eine Aussage qualitativer Art getroffen werden.

Der Esperanto-Weltbund (UEA) hat über viele Jahre in seinem Jahrbuch eine Liste von Esperanto-Muttersprachlern veröffentlicht, aber eingesehen, dass die Liste immer unvollständig bleiben und auch zu umfangreich werden würde, und daher die Veröffentlichung eingestellt.Auch einige Muttersprachler gibt es inzwischen: Gelegentlich vermitteln Eltern – besonders binationale Paare, die untereinander Esperanto sprechen – ihren Kindern Esperanto als zweite oder dritte Muttersprache neben ihrer Landessprache (bzw. ihren Landessprachen).

Prominente Esperanto-Sprecher.

  • Ingemund Bengtsson, schwedischer Parlamentspräsident
  • Daniel Bovet, Nobelpreisträger für Medizin
  • Rudolf Carnap, Philosoph
  • Alfred Hermann Fried, Friedensnobelpreisträger
  • Franz Jonas, österr. Bundespräsident
  • Harry Harrison, Science-Fiction-Autor
  • Max Mangold, Redakteur des Aussprache-Dudens
  • Ludwig Renn, Schriftsteller
  • Reinhard Selten, Träger des "Wirtschaftsnobelpreises"
  • Wolfgang Stammberger, dt. Bundesjustizminister a.D.

Der Autor Jules Verne und der Weltraum-Pionier Konstantin Ziolkowski waren Ehrenmitglieder von Esperanto-Klubs. a. sind jedoch keine Esperanto-Sprecher.weitere Prominente haben sich positiv über Esperanto geäußert oder sich näher mit dieser Sprache befasst, waren bzw. Dazu zählen u. Willem Drees, Leo Tolstoj, Albert Einstein, Umberto Eco, Richard von Weizsäcker, Isabel Allende, J. R. R. Tolkien und mehrere Päpste, darunter Johannes Paul II., der das Esperanto auch in seinem vielsprachigen Urbi-et-Orbi-Segen in den letzten jahren mitberücksichtigte.




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