Die menschliche Stimme
Er besteht aus Knorpel und ist hohl, da die Atemluft hindurchströmen muss. In diesem wird der im Kehlkopf produzierte primäre Kehlkopfklang verändert.Die lufthaltigen Räume oberhalb der Stimmlippen (Rachen, Mund- und Nasenraum) bezeichnet man als Ansatzrohr oder auch Vokaltrakt. Bei vielen Männern ist der Kehlkopf deutlich als "Adamsapfel" zu erkennen. Im Kehlkopf sind zwei Stimmlippen gespannt: aus Muskel und Gewebeschichten aufgebaute Lippen, die durch Muskeln, Knorpel und Gelenke eingestellt werden können. Sie verschließen die Luftröhre bis auf einen kleinen Spalt, welchen man als Stimmritze (Glottis) bezeichnet.
Ein Klang (Stimmklang) entsteht. Die im Ansatzrohr befindliche Luft schwingt mit. Um stimmhafte Töne zu erzeugen, werden die Stimmlippen angespannt.Die Stimmlippen sind beim normalen Atmen entspannt und die Stimmritze ist breit, damit die Luft ungehindert ein- und ausströmen kann. Die Stimmritze ist dann bis auf einen feinen Spalt verengt. Wenn nun Luft aus der Lunge kommt, werden die Stimmbänder in Schwingungen versetzt ähnlich Saiten.
Männer haben längere Stimmlippen als Frauen, weil der Kehlkopf größer ist. Je länger sie sind, desto tiefer ist die Stimme.Der Frequenzbereich der menschlichen Stimme beträgt etwa 100 bis 1000 Hertz. Je entspannter die Stimmlippen sind, desto weniger Schwingungen gibt es und der Grundton des Klanges wird tiefer - sind sie angespannter, verschnellern sich die Schwingungen und der Ton wird höher. Die Tonhöhe hängt allerdings von der Länge und der Dicke der Stimmbänder ab. Kinder, ob Jungen oder Mädchen, haben immer hohe Stimmen, da die Stimmlippen kürzer sind. Während des Stimmbruches werden bei Jungen und Mädchen die Stimmlippen dicker und länger, mancher hat die Stimme während dieser Zeit gar nicht mehr unter Kontrolle, klingt heiser oder gar stimmlos.
Mund- und Rachenhöhle, die Zunge, die Lippen und die Zähne wirken hierbei zusammen. Die Laute, die wir zur sprachlichen Verständigung brauchen, entstehen im Ansatzrohr.Die Stimmlippen sind neben dem untenseitigen Anblasdruck für Tonhöhe und Tonstärke verantwortlich; sie liefern den Grundton. Dabei erzeugen sie ein undifferenziertes obertonreiches Schwingungsgemisch. Es klingt wie ein schnarrendes Geräusch.
Beispielsweise ist bei den Vokalen A, E, I, O und U die Stellung der Stimmlippen fast immer gleich. Die verschiedenen Klangfarben werden durch die Veränderung der Mund- und Rachenhöhle erzeugt. Bei M und N bleibt die Mundhöhle geschlossen und die Luft strömt durch die Nase aus.
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